Kommunale Kriminalprävention

Grundlage jeglicher erfolgreicher Präventionsarbeit ist die Vernetzung der beteiligten Institutionen. Diese Grundphilosophie der Kommunalen Kriminalprävention wird in Baden-Württemberg seit Mitte der 90-er Jahre kontinuierlich fortentwickelt und gefördert.

Grundlage für den Erfolg der Kommunalen Kriminalprävention ist die Erkenntnis, dass Kriminalität ein gesamtgesellschaftliches Phänomen darstellt und daraus resultierend ein gemeinsames Vorgehen bei der Problemlösung erfolgsversprechend ist. Die Kommunale Kriminalprävention definiert sich über die institutionalisierte Vernetzung aller beteiligten Institutionen und Akteure und dem individuellen, lokalen Ansatz bei der Auswahl geeigneter Präventionsprojekte und Maßnahmen zur Reduzierung und Verhinderung von Kriminalität.

Diese Grundphilosophie der Kommunalen Kriminalprävention wird in Baden-Württemberg seit Mitte der 90-er Jahre kontinuierlich fortentwickelt und gefördert.

Auf kommunaler Ebene entstanden, initiiert von der Polizei, zahlreiche Sicherheitsgremien und Arbeitskreise, deren Arbeit durch Förderprogramme des Landes regelmäßig unterstützt wird.  In den Landratsämtern koordinieren Ansprechpartner für die Kommunale Kriminalprävention die Belange der KKP in ihrem Landkreis.

 

 

 

Projekt „Wachsame Nachbarschaft“

Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Dabei ist es notwendig, dass Polizei, Kommunen und Bevölkerung noch enger und effektiver zusammenwirken. Neben polizeilichen Maßnahmen und einer technischen Sicherung der Wohnung können Einbrüche insbesondere durch eine aufmerksame Nachbarschaft und eine funktionierende Sozialkontrolle verhindert werden.

Mit dem Projekt „Prävention von Wohnungseinbrüchen durch eine wachsame Nachbarschaft“ (PwN) hat das Innenministerium Baden-Württemberg im Förderzeitraum 2017/2018 landesweit insgesamt 16 Einzelprojekte gefördert, die diesen gesamtgesellschaftlichen Ansatz verfolgen und so die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls nachhaltig weiter vorangetrieben.

Eine parallel zu dem Förderprogramm entwickelte Medienkampagne unterstützte die Projekten und Initiativen zusätzlich. Ziel war es, die Bevölkerung zu sensibilisieren und verdächtige Wahrnehmungen der Polizei zu melden.

 

Die Kampagnenmotive

Städtebauliche Kriminalprävention

Die „Städtebauliche Kriminalprävention“, d.h. die zielgerichtete Gestaltung von Gebäuden, öffentlichen und halböffentlichen Flächen zur Verhinderung von Straftaten und mit Wirkung auf das subjektive Sicherheitsgefühl, ist ein eigenständiger und originärer Bereich der KKP. Die Bandbreite der Möglichkeiten geht dabei von der Straßenbeleuchtung über den Heckenrückschnitt bis hin zur baulichen Umgestaltung einer Unterführung.

Die örtlich zuständigen Polizeibehörden können sich auf verschiedene Ebenen in diesen Abstimmungsprozess einbringen und kriminalpräventive Empfehlungen zu konkreten städtebaulichen Projekten abgeben. Die Kommunen binden die Polizei als Träger öffentlicher Belange in das Bauplanungsverfahren mit ein. Das Ziel der beratenden polizeilichen Mitwirkung bei baulichen Planungsprozessen ist die Vermeidung von späteren Tatgelegenheitsstrukturen, um das individuelle Sicherheitsempfinden des einzelnen Bürgers langfristig positiv zu sichern.

Umfassende Informationen finden Sie hier:

www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/staedtebau/